✨ Die Reise geht weiter – neue Herausforderungen mit Lea ✨
Nachdem Lea ihre Besitzerin gebissen hatte, war klar: Die Situation erforderte ein Umdenken. Für Leas Besitzerin saß der Vorfall tief in den Knochen, und der Respekt vor Lea wuchs ins Unermessliche. Es war verständlich, dass sie sich ab diesem Moment weitgehend aus dem aktiven Tun mit Lea zurückzog.
🏡 Der Alltag mit Lea – wie es weiterging
n den ersten Wochen übernahm ich den Großteil der „Arbeit“ mit Lea. Ich war zu Beginn drei Mal, später zwei Mal pro Woche bei ihr. Die Besitzerin versuchte anfangs, noch gelegentlich mitzumachen, doch die Unsicherheit und der Respekt vor Lea waren spürbar.
Eine besondere Aufgabe, die ich ihr mitgab, war Selbstreflexion in unterschiedlichen Situationen: Mir war zB aufgefallen, dass sie Lea oft überschwänglich lobte, wenn etwas gut lief. Grundsätzlich ist Loben genau das, was ich lehre – aber in diesem Fall fühlte es sich für Lea eher aufdringlich an. Warum? Weil es nicht authentisch war. Die Besitzerin gestand, dass sie insgeheim nicht begeistert war, wenn etwas klappte, sondern dachte: „Das sollte nach all der Zeit längst kein Problem mehr sein.“
Diese innere Haltung spürte Lea natürlich sofort.
🔍 Mein Ziel: Vertrauen schaffen
Lea braucht an ihrer Seite einen Menschen, der klare Gedanken hat, ihr Vertrauen schenkt und ihr vor allem in Unsicherheit Sicherheit gibt. Diese Eigenschaften mussten sowohl ich als auch ihre Besitzerin Schritt für Schritt entwickeln.
Doch parallel blieb eine dringende Baustelle: ihre Hufe. Nach dem desaströsen ersten Termin mit meinem empfohlenen Barhufpfleger war klar, dass wir daran intensiv arbeiten mussten.
💪 Vorbereitung auf den nächsten Huftermin
Bis zum nächsten geplanten Termin trainierte ich regelmäßig mit Lea:
- Halfter anlegen: Ich übte, Lea ohne jeglichen Druck und mit Leichtigkeit zu halftern (clickern).
- Hufe auskratzen: Stück für Stück konnten wir drei von vier Hufen problemlos anheben & auskratzen.
- Sanftes „an“longieren: Hier zeigte Lea wechselhafte Tagesverfassungen – mal lief alles glatt, mal schien sie völlig blockiert.
Am 14.12. war es dann so weit: Der neue Termin mit dem Barhufpfleger stand an.
🍎 Plan A, B, C und D – und ein unerwarteter Erfolg
Ich war bestens vorbereitet: Wassermelone, Äpfel, Hagebutten, Nüsse und Bananen waren mit dabei. Gemeinsam mit der Besitzerin und dem Hufpfleger bildeten wir ein Team, das Lea Sicherheit und Ruhe geben sollte.
Und dann überraschte uns Lea: Sie war von Anfang an kooperativ. Selbst das Halfter ließ sie problemlos anlegen – etwas, das zuvor von ihrer Tagesform abhing.
Wir machten viele Pausen, ich beobachtete Lea genau und nahm sie immer wieder kurz aus der Situation, wenn ich merkte, dass sie unruhig wurde. Am Ende lief alles wie am Schnürchen. Selbst der Hufpfleger, der auf vieles vorbereitet war, zeigte sich beeindruckt.
🌱 Leinsamengel und erste Erkenntnisse
Um Magenschmerzen als Ursache für ihr Verhalten auszuschließen, bekam Lea die nächsten 14 Tage Leinsamengel. Leider zeigte sich keine Veränderung – die Suche nach dem „Warum“ ging weiter.
💡 Die Bedeutung von Authentizität und Vertrauen
In dieser Phase war mir besonders wichtig, dass ich bei der Arbeit mit Lea ruhig und klar blieb. Ich versuchte, meine eigene Anspannung nicht zu zeigen, und wenn ich merkte, dass sie zu groß wurde, nahm ich mir einen Moment, um mich selbst zu zentrieren.
Für Lea ist es entscheidend, dass der Mensch an ihrer Seite zu 100 % authentisch ist. Sie braucht Vertrauen, Sicherheit und klare Kommunikation – und genau daran arbeiten wir bis heute.
✨ Die Wie geht es weiter? ✨
Leas Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Im nächsten Blogbeitrag erfährst du, wie wir Schritt für Schritt weiter Vertrauen aufbauen und gemeinsam wachsen.
👇 Was denkst du:
Wie wichtig ist Authentizität und Selbstreflexion im Umgang mit deinem Pferd? Teile deine Gedanken in den Kommentaren!
Hallo, ich bin sehr stolz auf dich und bin glücklich, daß du schon so viel erreicht hast. Wünsche dir weiterhin alles Gute mit deinen Pferden 🐎